Amnesty Menschenrechtspreisverleihung 2018

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Amnesty Menschenrechtspreisverleihung 2018

Hallo Zusammen,

wir – Linus, Tari, Julia, Zoé und Yasmina – hatten im April die Ehre, Teilnehmer der Verleihung des Amnesty Menschenrechtspreises in der Volksbühne Berlin zu sein.

Der Amnesty Menschenrechtspreis wird alle zwei Jahre von der deutschen Sektion an Persönlichkeiten und Organisationen verliehen, die sich unter schwierigen Bedingungen für die Menschenrechte einsetzen. Ziel des Preises ist es, das Engagement dieser Menschen zu würdigen, sie zu unterstützen und ihre Arbeit in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.

Der diesjährige Preisträger ist das Nadeem-Zentrum in Kairo. Die Organisation dokumentiert Folter und unterstützt Betroffene medizinisch und psychologisch, auch unter schwierigsten Bedingungen, denn die Behörden gehen massiv gegen die Organisation vor.

 

Moderiert wurde der Abend von Katja Riemann, die ein großer Amnesty Fan ist. 😊

Den Auftakt des Ganzen gaben die Schüler von BÄM – die erste Schule Berlins für Marching Drums – mit einem sehr lauten und imposanten Stück.

 

Anschließend hielt Markus N. Beeko eine Eröffnungsrede und machte nochmal darauf aufmerksam, dass es seit der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor 70 Jahren noch nie so viele politische Akteure gab, die den internationalen Grundkonsens der Menschenrechte angriffen.

Hervorzuheben sei hierbei das Gespräch Katja Riemanns mit verschiedenen MenschenrechtsverteidigerInnen:

  • Berta Zúniga Cáceres, Generalkoordinatorin des Zivilen Rats der Basis- und Indigenenorganisationen von Honduras. Berta gab dem Publikum einen Einblick in ihre Arbeit in Honduras und der aktuellen Menschenrechtslage.
  • Anikó Bakonyi, ehemalige Amnesty-Mitarbeiterin und nun Advocacy and Project Officer beim Hungarian Helsinki Committee in Ungarn. Anikó erzählte von ihren Erfahrungen in Ungarn. Erst letzte Woche veröffentlichte Viktor Orbán eine Liste mit NGO Mitarbeitern, um sie öffentlich zu schikanieren. Nichtsdestotrotz lässt sie sich dadurch nicht einschüchtern und setzt sich weiter für Menschen in Not ein.
  • Jutta Klöwer, aus der Themengruppe „MenschenrechtsverteidigerInnen“ kommentierte verschiedene Situationen.

Darauf folgte Klaviermusik von den Schwestern Ferhan und Ferzan Önder.

Hinrich Westerkamp von der Stiftung Menschenrechte machte nochmal darauf aufmerksam, wie wichtig die finanzielle Unterstützung ist. Die Stiftung Menschenrechte stellte auch das Preisgeld in Höhe von 10.000 an das Nadeem-Zentrum zur Verfügung.

Anna Tismer beeindruckte mit der Lesung aus „Letter from behind bars“ und den Geschichten der Inhaftierten in Ägypten.

Ein weiterer Gast des Abends war die stellvertretende Regionaldirektorin für den Mittleren Osten und Nordafrika Najia Bounaim.

Highlight des Abends war der Auftritt von Damien Rice gemeinsam mit dem Chor Cantus Domus. 😊

Das große Finale war dann die Verleihung des Preises an das Nadeem Zentrum. Salil Shetty hielt die Laudatio auf die Psychiaterinnen Dr. Aida Seif al-Dawla und Dr. Suzan Fayad, sowie die Ärztin Dr. Magda Adly und der aktuellen Leiterin der Klinik die Psychiaterin Mona Hamed. Stellvertretend entgegengenommen wurde der Preis von Dr. Taher Mokthar, der selbst Ägypten aus Sorge um seine Sicherheit im Dezember 2016 verlassen musste. Mittlerweile lebt er in Frankreich und setzt sich von dort aus für ägyptische MenschenrechtsverteidigerInnen und die Bekanntmachung von Menschenrechtsverletzungen in Ägypten ein.

 

Darauf folgte eine ausgelassene After-Show-Party im Roten Salon mit DJ Ipek, wo man zusammen mit Salil Shetty, Peter Steudtner und anderen interessanten Personen den Preisträger feiern durfte.

😊

 

By | 2018-05-18T23:15:38+00:00 Mai 18th, 2018|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Amnesty Menschenrechtspreisverleihung 2018

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